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JES sagt JA zur Spritzenvergabe

Aktionen gegen die Einstellung der Spritzenvergabeprojekte in Hamburger Justizvollzugsanstalten.
Publiziert am: 05.11.02 - Medienformen: Medienform Text


Die Spritzenvergabe an Abhängige wird von allen Seiten unterstützt. Wissenschaft, Politik, AIDS- und Drogenhilfe sowie die Betroffenenhilfe sprechen sich explizit für die Spritzenvergabe an inhaftierte Drogenabhängige aus. Der Rechts-Populist Roland Schill jedoch nicht. Er und sein Senatskollege Kusch (CDU) stellten die Spritzenvergabe in den Hamburger Justizvollzugsanstalten ein. Das bundesweite Selbsthilfenetzwerk der Junkies – Ehemaligen und Subsituierten JES macht nun gegen diese Fehlentscheidung mobil.

Seit einigen Monaten sammelt JES Unterschriften. Gut 2.000 Menschen haben schon unterschrieben und es werden immer mehr. „Man muss sehen, dass dies ein Thema ist, dass nur relativ wenige betrifft und daher sind die 2.000 Unterschriften zum jetzigen Zeitpunkt schon sehr viel.“ erklärte Dirk Schaeffer von der Aidshilfe. Ende des Jahres sollen die Unterschriften an einen Hamburger Senator übergeben werden. Ob jemand bereit ist, diese in Empfang zu nehmen, steht noch nicht fest.
Die Einstellung der Abgabe ist aus Expertensicht vollkommen absurd. AIDS- und Hepatitiserkrankungen können durch „saubere Spritzen“ verhindert werden. Dementsprechend empört reagierte auch JES. „Es kann nicht angehen, dass bewährte Maßnahmen zur HIV- und Hepatitisprävention den Inhaftierten nun wieder vorenthalten werden und somit ein weiteres Mal Sonderwirklichkeiten für Drogengebrauchende Menschen geschaffen und Menschenleben auf´s Spiel gesetzt werden.“ Die Gruppe der Betroffenen ist hoch. Laut Aidshilfe ist davon auszugehen, dass bis zu einem Drittel der Gefangenen in deutschen Strafanstalten Drogen spritzen.
Gerade das Modellprojekt in Hamburg hat zu positiven Entwicklungen geführt. AIDS- und Hepatitisinfektionen konnten verhindert werden. Die ursprünglichen Bedenken gegen das Projekt traten nicht auf. So wurde befürchtet, dass der Drogenkonsum in den Justizvollzugsanstalten steigen oder Angriffe auf Bedienstete erfolgen könnten.
Die Einstellung der Spritzenvergabe zeigt einmal wieder den eigentlichen Willen des rechtspopulistischen Senates in Hamburg. Es geht nicht um eine sinnvolle Politik, die den Abhängigen helfen würde, sondern um Schikane. Die Einstellung kann nur negative Auswirkungen haben. Kein Abhängiger wird sich seltener Heroin oder ähnliches Spritzen, nur die Gefahr der Ansteckung mit AIDS bzw. Hepatitis steigt.

Wer sich bei der Aktion aktiv beteiligen will, kann dies auf verschiede Arten tun. Einmal gibt es Unterschriftenlisten, die bei der Aidshilfe angefordert werden können. Am einfachsten und schnellsten geht es natürlich im Internet.
Autor: Werner Graf

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