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Revolution: Lustige Hanf-Fibel grassiert in Europa

(Pub. Oktober 2003)
Publiziert am: 01.10.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03oktober artikel Hanfhistorie Revolution: Lustige Hanf-Fibel grassiert in Europa

In einer Zeit, gar nicht lange vor unserer, während ringsum auf der Welt Krieg tobte, lachte die Geschichte über die Absurdität des Hanf-Verbotes.

Der Krieg machte es möglich. Anfang der Vierzigerjahre wurde überall in Europa der Hanf-Anbau wieder propagiert. Hanf war kriegswichtig. Die Kriegsparteien legten sich im Kampf um die besten Anbauzahlen also mächtig ins Zeug: „Die lustige Hanf-Fibel“, eine aufwendig gestaltete Lehrschrift war der Stolz des deutschen Reichsnährstandes und das schwedische Landwirtschaftsministerium versuchte die Bürger mit der Broschüre „Svensk Hampodling“ zum Cannabis-Anbau zu motivieren.
Das Wunderkraut stellte nicht nur das Hanf-Verbot, sondern auch die Automobilbranche auf den Kopf: 1941 präsentierte Henry Ford der Presse sein „Hanf-Mobil“ und bewies damit, dass auch Auto von Karosserie bis Sprit auf Hanf eingestellt sein kann. Besonders die überaus günstige CO2-Bilanz hob Ford hervor.
Nutzhanf war als Rohstoff unumstritten. 1944 kam mit der Veröffentlichung des „LaGuardia-Report“ auch die Bestätigung für den Wirkstoff der wundersamen Pflanze. Zum Schrecken aller Prohibitionsfans wurden sämtliche Vorurteile wissenschaftlich widerlegt: Folgen nach Cannabis-Konsum? Kein Beweis für Aggressivität oder unsozialem Verhalten gefunden. Kein Beweis für Persönlichkeitsveränderung gefunden. Kein Beweis für Kriminalitätssteigerung gefunden.
Aber der Chef der US-Drogenbehörde, Anslinger, setzte die Verschwörung gegen den Hanf fort. Sein Mitarbeiter, Psychologieprofessor James Munch, „entdeckte“ im Auftrag der US-Drogenbehörde (FBN) immer neue menschenbedrohende Gefahren des Hanfs: Er fand heraus, dass Hanf irreversible Hirnschäden verursache, die Fruchtbarkeit bei beiden Geschlechtern zerstöre und dass ein einziger Joint monatelang Flashbacks verursachen könne. Dies gelang ihm in wissenschaftlichen Untersuchungen, bei denen er komplexe, bis dahin unerklärbare Krankheitsbilder allein mit der Ursache „Hanf-Konsum“ zu erklären suchte.
Die politisch Ultra-Rechten nutzen die anschließende Hysterie, um alle „verdächtigen Elemente“ zu kriminalisieren. 1947 machten die USA Anslinger zum Vorsitzenden der UN-Drogenkommission und dehnten damit die Politik der Polemik auf die ganze Welt aus.

Und da die Strategie der Kriminalisierung im letzten Jahrhundert weltweit geklappt hat, kann es für dieses nur heißen: Wir lachen, bis das Verbot fällt!
Autor: Ines Eichmüller

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