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PMA als Ecstasy?

(Pub. Oktober 2003)
Publiziert am: 30.09.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03oktober artikel PMA als Ecstasy?

Im Moment geistern große Mengen einer bislang chemisch nicht identifizierten Tablette durch Hessen. Aufgrund der massigen Verfügbarkeit ist davon auszugehen, dass die Pillen vermutlich auch in anderen Bundesländern verkauft werden. Dass dieses als „E“ angepriesene Pharmakon Nebenwirkungen der übelsten Sorte induziert und von seiner Wirkungsweise einem lebensgefährlichen Phenethylamin namens PMA sehr ähnlich, mit diesem wahrscheinlich sogar identisch ist, erfuhr ein Bekannter kürzlich am eigenen Leib.

Mein Freund Al K. Loid hat vor wenigen Wochen die unten abgebildeten Tabletten zu sich genommen. Er nahm innerhalb von zwei Stunden sechs Viertel der Pille, in gutem Vertrauen in seinen Dealer und in die Tatsache, dass hier MDMA die Handelsware sei. Nach etwa zwei Stunden setzte die Wirkung erst ein. Al fühlte sich wie stark angetrunken und litt nach dem Genuss einer einzigen Wasserpfeife unter heftigsten Schweißausbrüchen, Herzrasen, Übelkeit und furchtbarem Erbrechen. Seine anal gemessene Körpertemperatur betrug plötzlich 40, 4 °C! Das ist bei Erwachsenen außerordentlich gefährlich! So wie er schilderte, dachte er tatsächlich, sein letztes Stündlein habe geschlagen. Nach etwa 30 (!) Stunden war die Wirkung der Substanz erst komplett abgeklungen. Meinem Freund ist zum Glück nichts passiert. Trotzdem kann mein Fazit und mein Tipp nur sein: Finger weg von diesen Tabletten!

Kommentar zu den Pillen und zu PMA:
Bei Tabletten dieser Art, die momentan im Raum Nordhessen als MDMA unter die Leute gebracht werden, handelt es sich vermutlich um das gefährliche Phenethylamin PMA (Paramethoxyamphetamin) [Synonym: 4-MA (4-Methoxyamphetamin)].
PMA ist ein Amphetamin-Derivat, das schon in geringer Überdosierung folgenschwere Nebenwirkungen entfalten kann.
Die Tablette ist grün gesprenkelt und von der Prägung her eine typische Rolex. Sie wird allerdings in Nordhessen als „Krönchen“ verkauft. Auf der Rückseite befindet sich eine Bruchrille.

Bemerkung zu Wirkung und Gefahr des 4-Methoxyamphetamin von Dr. Obs Pillenliste (http://step.trilos.de/data/dprae/rav3.html):
„Bei unter 50 mg hat es eine ähnliche Wirkung wie MDMA [was ich nicht bestätigen kann; Anm. M. B.]. Bei höherer Dosierung folgt ein plötzlicher starker Anstieg der Körpertemperatur und des Blutdrucks, was in Bremen zu zwei Todesfällen geführt hat. Außerdem ist mit einem schnellen Herzschlag, Zuckungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit zu rechnen.“




Autor: Markus Berger

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