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Drogenwörterbuch

Wir erklären euch Kiffern die anderen Drogenkulturen
(Pub. Oktober 2003)
Publiziert am: 30.09.03 - Medienformen: Medienform Text


Dieses Mal: Halluzinogen Reisende. (Tripper ;-))

Halluzinogen Reisende hinterfragen ständig alles und jeden. Wer es vermeiden möchte seinen gesunden Menschenverstand in diesem Gedankenwirrwarr zu verlieren, dem seien hier ein paar Antworten auf die gängigsten Trippersprüche ans Herz gelegt:

„Die kosmischen Weiten des Alls umfangen mich mit allgegenwärtiger Lebendigkeit.“ – Nicht drauf eingehen! Es weiß gar nicht, dass es was gesagt hat. Und selbst wenn, weiß es ganz sicher nicht was es gemeint hat.

„Gott hat sich mir offenbart!“ – Achtung, Achtung, solche Erfahrungen können intensiv auf das weitere Leben abfärben. Wenn ihr also nicht wollt, dass eure Begleiter zu religiösen Fanatikern werden, gibt’s nur eine Antwort: „Das war ich.“

„Hey, hey – ey scheiße hier ist alles voller Blutegel!“ – Oh, oh, die Situation droht zu eskalieren. Das Opfer muss dringend auf andere Gedanken gebracht werden: „Ne, ne, da sind gar keine Blutegel, aber was ist denn das da unter deiner Haut, da hat sich doch grad was bewegt?!?“

„Da war doch was – hast du das auch gehört?“ – Bevor sich der arme Verirrte noch irgendwelche Phantasiemonster zusammenträumt, geben wir ihm lieber eine bodenständige Erklärung für das Phänomen: „Ich glaub, das war deine Mama!“

„Wer bist’n du?“ – Für den Fall, dass ihr ein enger Freund oder sogar Elternteil des Betroffenen seid, macht euch nichts draus. Für gewöhnlich genügen wenige Jahre intensiver Psychotherapie um dem Verschollenen unsere Welt wieder nahe zu bringen.

„Das hört ja gar nicht mehr auf!“ – Um Panik von vornherein zu vermeiden, führen wir dem Konsumenten realistische Bezüge vor Augen: „Sollen wir ins Krankenhaus fahren?“ oder: „Mach dir keine Sorgen, nur die wenigsten sterben daran.“

„Wer bin ich??“ – Bevor der Betroffene an dieser Frage scheitert oder aufgrund eines positiven Ansatzes am Ende sein ganzes Leben lang unter Selbstüberschätzung leidet, teilen wir ihm lieber lautstark unsere realistische Einschätzung mit: „Du bist ein Wurm, ein verdammter mickriger Wurm!“ An Selbstüberschätzung leidet er danach sicher nicht mehr.

Allgemeine Tips:
Die Tripper sind sehr schreckhaft – deswegen immer gaaaaanz langsam bewegen und gaaanz langsam reden. Außer ihr wollt mal bisschen Leben in die Runde bringen – dann sind Horrorfiguren-Plastikmasken und hysterisches Geschreie die Mittel der Wahl. Philosophisches Gefasel ist immer dem Anlass entsprechend ernst zu nehmen und mit ebenso tief greifenden, aber unsinnigen Phrasen zu erwidern. Ja keine komplizierten Themen zur Sprache bringen – es soll schon welche gegeben haben, denen ist der Kopf explodiert. Ihr dürft gar nicht davon ausgehen, dass sie sich irgendetwas merken können, das führt nur zu Frustration. Wiederholungen sind absolut normal, und wer sich traut anzumerken, dass man da vorhin schon mal drüber gesprochen habe, bekommt vermutlich nicht viel mehr als den Satz: „Mhhh . . . vorhin. Was ist vorhin?“ als Antwort – aber das kennt ihr Kiffer ja eh schon.


Autor: Martin Schwarzbeck

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