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Nichts ist so wie es scheint

„Illuminatus“ und andere Bücher
Publiziert am: 01.10.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03oktober artikel Nichts ist so wie es scheint „Illuminatus“ und andere Bücher

Als Robert Shea und Robert Anton Wilson in den 60ern den ersten Teil der Triologie „Illuminati“ schrieben, hatten sie wohl nicht den Kult erwartet, der in heutiger Zeit um diese Buchreihe ausgebrochen ist. Wer beispielsweise in der allseits beliebten Suchmaschine „Google“ den Begriff „Illuminaten“ eingibt, erhält mehr als 16.000 Resultate. Nicht weiter erstaunlich, ist ja gerade das WorldWideWeb ein beliebter Treffpunkt für Verschwörungstheoretiker sämtlicher Coleurs. Schon in den 80ern -- als die Computerszene noch in den Kinderschuhen steckte - wurde das Buch in diesen Kreisen diskutiert. Dies wurde vor einigen Jahren auch treffend in dem Film „23“ von Hans-Christian Schmid thematisiert.

Aber was macht diese Buchreihe so faszinierend. Ist es die verwirrende Erzähltechnik, die uns durch Zeit und Raum katapultiert oder vielleicht die von Haschrauch geschwängerte Luft, die sich kontinuierlich durch die Kapitel zieht? Beides sind wohl Elemente, die dieses Buch interessant machen, doch was fasziniert, ist die Welt der Geheimorganisationen, in die uns Wilson und Shea einführen.

Das Buch erzählt eine wilde Geschichte, die uns mit diversen Geheimbünden und deren Protagonisten bekannt macht. In diesem Zuge tauchen auch die bekanntesten Personen aus den letzten 2000 Jahren auf. Um einen Überblick zu bewahren, empfiehlt es sich deshalb gelegentlich ein Lexikon oder Peripherliteratur zur Hand zu nehmen, um mehr über die angerissenen Themen zu erfahren.

Dies scheint auch das Ziel zu sein, das die Autoren R. A. Wilson und R. Shea verfolgen. Sie wollen durch ihre Bücher den Leser zum Nachdenken anregen und ihn dazu bringen die alltäglichen Dinge zu Hinterfragen. „Illuminatus“ deckt nicht die Weltverschwörung auf. Man sollte diese Bücher mehr als kritische Denkanstöße verstehen.

In diesem Zusammenhang sollte man auch Umberto Ecos Werk „Das Foucaultsche Pendel“ erwähnen, das ähnlich wie „Illuminatus“ sich mit Geheimorganisationen befasst, dies aber in einer viel sachlicheren Betrachtungsweise. Da Eco mehr auf fundierte Informationen und Geschichtswissen setzt, macht es das Buch zu einer guten Ergänzung zu der Illuminatus-Triologie. Nach der absichtlich verwirrenden Geschichte von Wilson und Shea führt Eco den Leser wieder in klare und verständliche Bahnen und erweitert die „Weltverschwörung“ um einen Aspekt: Die Eigendynamik. Wo die beiden Autoren von „Illuminatus“ eine Weltverschwörung formulieren, die klare Ziele und feste Protagonisten hat, versucht Eco uns die Verschwörung als irrtümlichen Selbstläufer zu erklären.

Die beiden angesprochenen Bücher bilden aber nur den Bodensatz einer umfangreichen Bibliothek, die sich mit Verschwörungstheorien jeglicher Art befassen. Allein die Bücher über die Geheimorganisation und Personen, die in beiden aufgezählten Werken erwähnt werden, könnten schon Regale füllen. Schon deshalb wird es auch in Zukunft Autoren leicht fallen, neue Verschwörungen aufzudecken und diese zu publizieren. Die Faszination der Leser wird ihnen sicher sein, denn es gibt noch so viele offene Fragen, die wir uns gerne beantworten lassen.


Autor: Marc Emmerich

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