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Alles Knast(er)

Das Drama um die Räuchermischung Knaster geht in eine weitere Runde
(Pub. September 2003)
Publiziert am: 02.09.03 - Medienformen: Medienform Text


Schien es am Anfang nur eine bayrische Schnapsidee Knasterverkauf zu verbieten, so scheint sich diese nun über Baden-Württemberg auch in Berlin auszubreiten. Mehr als 20 Polizisten durchsuchten die Räume von „Grow In“ Berlin um dort Waren zu finden, die dieser offiziell handelt und für welche auch eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung vorliegt.

Über 20 Beamte waren einen ganzen Arbeitstag im Einsatz und durchsuchten Büros, Großhandelslager und Privaträume der Geschäftsführer von „Grow In“. Und das nur, weil sie auf der Jagd nach „Knaster-Hanf“ – eine beliebte Räuchermischung von Zentauri – sind. Warum die Polizei wirklich gegen dieses Produkt vorgeht, ist derzeit noch fraglich, denn um es zu einem Rausch zu (miss-)brauchen, müssten drei Packungen der Räuchermischung innerhalb von drei Minuten geraucht werden. Ein wirklich unrealistisches Unterfangen. Für die Berliner Polizisten anscheinend nicht, Großstadtlungen scheinen wohl aufnahmefähiger zu sein.

Denn Unsinn der ganzen Aktion erkannten sogar eingesetzte Polizisten. „20 Beamte einen ganzen Tag einzusetzen, da hätten wir wirklich wichtigeres zu tun!“, so ein Beamter, „Das muss ein junger unerfahrener Staatsanwalt sein.“ Wie Recht er wohl hat. Denn aus dem Bundesland Saarland liegt schon des längeren eine Verkehrsfähigkeitsbescheinigung vor. In vielen Bundesländern wird seit Jahren „Knaster-Hanf“ verkauft und wurde bisher nur in Bayern (unter anderem bei „Rumpelstilzchen“ – „Hanf Journal“ berichtete) geahndet. Eine Begründung, wieso gleich zu einem solch abartigen Vorgehen wie einer Hausdurchsuchung gegriffen wurde, konnte uns von offizieller Seite bisher keiner wirklich beantworten. Bei Straftaten müsse die Staatsanwaltschaft halt einschreiten. Nur das es bisher keine Straftat war, berücksichtigen sie nicht.

Knaster-Hanf wird auch in Zukunft noch viel Berichtsstoff bieten. Auch der Fall mit den 68 Hanfstauden des Deutschen Hanf Verbandes, der inhaltlich das selbe betrifft, ist noch lange nicht ausgestanden. Wir werden für euch weiter am Ball bleiben.


Autor: Werner Graf

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