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Bye, bye MP3 ???
(Pub. Dezdember 2003)
Publiziert am: 30.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Vielleicht hat es der eine oder andere schon mitbekommen: der Monat November war der Monat der Hausdurchsuchungen, die im Zusammenhang mit illegalisierten Downloads standen. Allein in Bielefeld waren es 300, die im Zuge des „Krieges gegen Datendiebstahl“ vollzogen worden. Allerdings nur mit mäßigem Erfolg, da der Großteil der Durchsuchungen nichts ergeben hat außer vielleicht noch größeren Staatsschulden.
Des Weiteren sind Sonderkommissionen im Gespräch, die die Städte Dortmund, Essen, Detmold, Gütersloh und Essen wieder „clean“ kriegen sollen. In Zukunft soll verstärkt darauf geachtet werden, wer was und wie viel aus dem Netz saugt, wie viel sich auf deiner Festplatte befindet, wie viel du anbietest, etc. Spionage-Techniken, angewandt von kommerziellen Hackern, bestehen bereits jetzt. Allerdings reicht es nicht nur aus, diverse Filme, Videospiele oder Musik auf Platte zu haben, sondern dem Besitzer des Rechners muss zusätzlich nachgewiesen werden, dass jener zur beschuldigten Tatzeit auch selbst vorm Rechner gesessen hat.
Es bleibt also spannend, denn das Thema ist nicht totzukriegen.

Ein paar Denkanstöße: Das Internet ist für jeden Menschen, der die Möglichkeit dazu hat, frei zugänglich. Sogar Menschen in wirtschaftlich ärmeren Ländern können nun Musik hören und sich weltweit mit anderen Liebhabern austauschen. Diesen „Open source“-Gedanken versuchen die Lobbies der Zwischenhändler natürlich durch Repressalien zu kriminalisieren. Fette Großkonzerne wiederum haben selbst die Möglichkeit bestimmte Gesetzesbeschlüsse zu forcieren und ökonomische Justizverfahren zu beschleunigen. So entstand auch das neue Urheberrecht. (www.urheberrecht.de)
Doch wie unsere kurze Kulturgeschichte es lehrt, haben Prohibitionen das jeweilige Problem nur verdrängt und erst mafiaartige Distributions-Strukturen begründet.
Wäre es nicht schlauer und effektiver, wenn jeder Liebhaber frei und legal darüber entscheiden dürfte, wie er seine Daten speichert? Beispiel Musik: Warum darf der Kunde nicht frei wählen, ob er ein Cover dazu will oder nicht, ob die CD beschriftet oder bedruckt ist oder gar keine CD, sondern die Sammlung auf digitalem Wege bevorzugt!
Teilweise gibt es darauf bereits Reaktionen seitens der Industrie, allerdings noch sehr, sehr verhalten. Hier und da gibt es Seiten von kleineren Labels, die legalisierte Downloads anbieten, und das zu fairen Preisen. Da haben diverse Bosse wohl arg verpennt und jetzt wollen sie ihr Selbstverschulden auf dem Rücken ihrer eigenen Konsumenten austragen. Absurder gehtz nimma..

Anregungen, Meinungen oder gar eine Liste legaler Downloadseiten an: readaktion.pot@hanfjournal.de

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