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" Hallo - ich kiffe!"
(Pub. Dezember 2003)
Publiziert am: 30.11.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03dezember artikel „Hallo - ich kiffe!“ Interview mit Verena Seipp

Interview mit Verena Seipp, 24, Hanfaktivistin aus Darmstadt, Pädagogikstudentin im 4. Semester, Mama von Julian, drei Jahre. Um auf einen „grünen“ Zweig zu kommen, jobbt sie nebenher auch noch an einer Tankstelle oder als Promoterin.
Das „Hanf Journal“ traf sich mit Verena an einem sonnigen Sunday-Afternoon und wollte von ihr wissen, wie es dazu kam, dass sie sich für die Re-Legalisierung aktiv einsetzt.

Hanf Journal: Warum setzt du dich für die Legalisierung ein?

Verena: Ich möchte frei kiffen können und sehe keinen Sinn im Verbot. Ich wollte auch schon immer meine konservativen Eltern von der Sinnlosigkeit des Verbotes überzeugen und in Hinblick auf Julian: Er soll offen und aufgeklärt erzogen werden, auch im Bezug auf Drogen.

Hanf Journal: Hättest du ein Problem damit, wenn dein Sohn Drogen konsumieren würde?

Verena: Nicht wenn er verantwortungsvoll damit umgeht und das kann man lernen.

Julian nähert sich mit seinem Bobbycar.

Hanf Journal:: Oder Julian, was denkst du über das Engagement deiner Mutter?

Julian: Gugu, ikke. (lacht und bewirft mich mit einem Duplostein)

Hanf Journal: Gilt das jetzt nur für Hanf oder für alle Drogen?

Verena: Ich finde; das gilt für alle Drogen. Je aufgeklärter man ist, desto besser kann man die Gefahren einschätzen, abwenden und die positiven Potenziale nutzen.

Hanf Journal: Wie hat es mit deinem Aktivismus angefangen?

Verena: Durch die „Grow!“ bin ich auf die „Zeig-Dich!-Aktion“ aufmerksam geworden. Ich war total begeistert davon und habe sofort eine Selbstbezichtigung ausgefüllt und direkt eingeschickt.

Hanf Journal: Und, wie ging es dann weiter?

Verena: Ich habe zuerst versucht meine Freunde dafür zu begeistern, aber es war nicht gerade einfach, da man seine Adresse preisgeben muss und viele befürchteten, dass irgendwann mal die Polizei vor der Tür steht.

Hanf Journal: Hast du davor gar keine Angst gehabt?

Verena: Nee, für mich war das eine sichere Sache. Ich hätte auch kein Problem damit zur Polizei zu gehen und zu sagen: „ Hallo - ich kiffe!“

Hanf Journal: Hast du keine Angst davor den Führerschein zu verlieren?

Verena: Nein! Ok . . . zur Polizei würde ich nicht sofort gehen, aber nur wegen der diskriminierenden Führerscheinregelung. Aber zu meinem Konsum stehe ich! Wenn ich auf der Straße herumlaufe und ein Bier trinke interessiert es niemanden, aber ein Freund von mir wurde mit ´nem kleineren Raucheckchen erwischt und hat den Führerschein deswegen verloren und das als Passant!

Hanf Journal: Hat es dich nicht entmutigt, dass sich deine Freunde nicht an der Aktion beteiligen wollten?

Verena: Nein! Ich habe dann mit einem Freund und 50 Kopien der Aktion ein HipHop Konzert besucht. Ich hatte Kulis dabei und habe die Leute an einer Wand unterschreiben lassen und die Zettel eingesammelt. 40 Zettel haben wir zusammengekriegt und eingeschickt.

Hanf Journal: Hast du das dann öfter gemacht?

Verena: Nee, ich habe dann etwas über den MillionMarijuanaMarch erfahren und von dem Hanfaktivisten Valentin Batlle gehört, der nicht allzu weit weg von Darmstadt, in Limburg, wohnt und noch Helfer suchte. Habe ihn erst angerufen und bei einem Treffen haben wir ausgemacht gemeinsam zum MMM 2002 nach Düsseldorf zu fahren. Dort haben wir einen Aufklärungsstand aufgebaut. Eine Woche später haben wir in Limburg einen weiteren Stand organisiert. Und später beim Schlossgraben-Fest in Darmstadt konnten wir an einem einzigen Tag 420 Unterschriften sammeln.

Hanf Journal: Wow! Habt ihr nur für diese eine Aktion Unterschriften gesammelt?

Verena: Nein, auch für „Ich habe gekifft“ von der Grünen Hilfe, aber „Zeig-Dich“ hat überwogen.

Hanf Journal: Wie ging es dann weiter?

Verena: Durch diese Aktionen habe ich weitere Leute kennen gelernt, die sich gerne für die Legalisierung einsetzen wollten und wir haben verabredet, dass ich wieder einen Stand in Darmstadt zum MMM 2003 mache. Valentin hat mir dann von der Hanf-Initiative erzählt, die zeitgleich in Frankfurt einen Infostand aufstellte und so habe ich mich mit denen in Verbindung gesetzt. Beim MMM 2003 habe ich leider nur mit einem Tapeziertisch und einem Freund dagestanden. Das war ein mäßiger Erfolg. Aber wir haben ausgemacht, wieder was in Darmstadt zum Heinerfest zu organisieren. Das war viel besser, weil wir mit der Hanf-Initiative zusammengearbeitet haben. Wir waren acht Leute, hatten das nötige Material und Equipment und haben nach zwei Tagen Infostand sogar eine spontane Demo über das Festgelände gemacht. Das war super!

Hanf Journal: Warum machst du das nicht öfter?

Verena: Ich würde ja gerne, aber mit Kind ist das sehr anstrengend. Ich bräuchte noch mehr Hilfe von Leuten die z. B. in Darmstadt wohnen, dann schon.

Hanf Journal: Wo liegt das Problem?

Verena: Ich habe schon öfter aufgerufen, Flyer verteilt, in der „Grow!“ annonciert . . . die Leute sind einfach zu faul und glauben vielleicht nicht an die Legalisierung. Ich schon! Nur wer was tut kann was verändern, darauf zu warten bringt nix! Nur gut, dass es im Raum Rhein/Main die Hanf-Initiative gibt, da sind einfach mehr Leute beisammen um beispielsweise Aufklärungsstände, Demos usw. zu organisieren. Deshalb werde ich in Zukunft auch selber aktiver werden können.

Aufruf: Leute aus Darmstadt und Umgebung unterstützt Verena bei ihrem Kampf für die Relegalisierung von Cannabis! Kontakt: veriseipp@gmx.de und info@hanf-initiative.de oder fon: 0160 – 447 12 68

„ Hallo - ich kiffe!“


Interview mit Verena Seipp, 24, Hanfaktivistin aus Darmstadt, Pädagogikstudentin im 4. Semester, Mama von Julian, drei Jahre. Um auf einen „grünen“ Zweig zu kommen, jobbt sie nebenher auch noch an einer Tankstelle oder als Promoterin.
Das „Hanf Journal“ traf sich mit Verena an einem sonnigen Sunday-Afternoon und wollte von ihr wissen, wie es dazu kam, dass sie sich für die Re-Legalisierung aktiv einsetzt.

Hanf Journal: Warum setzt du dich für die Legalisierung ein?

Verena: Ich möchte frei kiffen können und sehe keinen Sinn im Verbot. Ich wollte auch schon immer meine konservativen Eltern von der Sinnlosigkeit des Verbotes überzeugen und in Hinblick auf Julian: Er soll offen und aufgeklärt erzogen werden, auch im Bezug auf Drogen.

Hanf Journal: Hättest du ein Problem damit, wenn dein Sohn Drogen konsumieren würde?

Verena: Nicht wenn er verantwortungsvoll damit umgeht und das kann man lernen.

Julian nähert sich mit seinem Bobbycar.

Hanf Journal:: Oder Julian, was denkst du über das Engagement deiner Mutter?

Julian: Gugu, ikke. (lacht und bewirft mich mit einem Duplostein)

Hanf Journal: Gilt das jetzt nur für Hanf oder für alle Drogen?

Verena: Ich finde; das gilt für alle Drogen. Je aufgeklärter man ist, desto besser kann man die Gefahren einschätzen, abwenden und die positiven Potenziale nutzen.

Hanf Journal: Wie hat es mit deinem Aktivismus angefangen?

Verena: Durch die „Grow!“ bin ich auf die „Zeig-Dich!-Aktion“ aufmerksam geworden. Ich war total begeistert davon und habe sofort eine Selbstbezichtigung ausgefüllt und direkt eingeschickt.

Hanf Journal: Und, wie ging es dann weiter?

Verena: Ich habe zuerst versucht meine Freunde dafür zu begeistern, aber es war nicht gerade einfach, da man seine Adresse preisgeben muss und viele befürchteten, dass irgendwann mal die Polizei vor der Tür steht.

Hanf Journal: Hast du davor gar keine Angst gehabt?

Verena: Nee, für mich war das eine sichere Sache. Ich hätte auch kein Problem damit zur Polizei zu gehen und zu sagen: „ Hallo - ich kiffe!“

Hanf Journal: Hast du keine Angst davor den Führerschein zu verlieren?

Verena: Nein! Ok . . . zur Polizei würde ich nicht sofort gehen, aber nur wegen der diskriminierenden Führerscheinregelung. Aber zu meinem Konsum stehe ich! Wenn ich auf der Straße herumlaufe und ein Bier trinke interessiert es niemanden, aber ein Freund von mir wurde mit ´nem kleineren Raucheckchen erwischt und hat den Führerschein deswegen verloren und das als Passant!

Hanf Journal: Hat es dich nicht entmutigt, dass sich deine Freunde nicht an der Aktion beteiligen wollten?

Verena: Nein! Ich habe dann mit einem Freund und 50 Kopien der Aktion ein HipHop Konzert besucht. Ich hatte Kulis dabei und habe die Leute an einer Wand unterschreiben lassen und die Zettel eingesammelt. 40 Zettel haben wir zusammengekriegt und eingeschickt.

Hanf Journal: Hast du das dann öfter gemacht?

Verena: Nee, ich habe dann etwas über den MillionMarijuanaMarch erfahren und von dem Hanfaktivisten Valentin Batlle gehört, der nicht allzu weit weg von Darmstadt, in Limburg, wohnt und noch Helfer suchte. Habe ihn erst angerufen und bei einem Treffen haben wir ausgemacht gemeinsam zum MMM 2002 nach Düsseldorf zu fahren. Dort haben wir einen Aufklärungsstand aufgebaut. Eine Woche später haben wir in Limburg einen weiteren Stand organisiert. Und später beim Schlossgraben-Fest in Darmstadt konnten wir an einem einzigen Tag 420 Unterschriften sammeln.

Hanf Journal: Wow! Habt ihr nur für diese eine Aktion Unterschriften gesammelt?

Verena: Nein, auch für „Ich habe gekifft“ von der Grünen Hilfe, aber „Zeig-Dich“ hat überwogen.

Hanf Journal: Wie ging es dann weiter?

Verena: Durch diese Aktionen habe ich weitere Leute kennen gelernt, die sich gerne für die Legalisierung einsetzen wollten und wir haben verabredet, dass ich wieder einen Stand in Darmstadt zum MMM 2003 mache. Valentin hat mir dann von der Hanf-Initiative erzählt, die zeitgleich in Frankfurt einen Infostand aufstellte und so habe ich mich mit denen in Verbindung gesetzt. Beim MMM 2003 habe ich leider nur mit einem Tapeziertisch und einem Freund dagestanden. Das war ein mäßiger Erfolg. Aber wir haben ausgemacht, wieder was in Darmstadt zum Heinerfest zu organisieren. Das war viel besser, weil wir mit der Hanf-Initiative zusammengearbeitet haben. Wir waren acht Leute, hatten das nötige Material und Equipment und haben nach zwei Tagen Infostand sogar eine spontane Demo über das Festgelände gemacht. Das war super!

Hanf Journal: Warum machst du das nicht öfter?

Verena: Ich würde ja gerne, aber mit Kind ist das sehr anstrengend. Ich bräuchte noch mehr Hilfe von Leuten die z. B. in Darmstadt wohnen, dann schon.

Hanf Journal: Wo liegt das Problem?

Verena: Ich habe schon öfter aufgerufen, Flyer verteilt, in der „Grow!“ annonciert . . . die Leute sind einfach zu faul und glauben vielleicht nicht an die Legalisierung. Ich schon! Nur wer was tut kann was verändern, darauf zu warten bringt nix! Nur gut, dass es im Raum Rhein/Main die Hanf-Initiative gibt, da sind einfach mehr Leute beisammen um beispielsweise Aufklärungsstände, Demos usw. zu organisieren. Deshalb werde ich in Zukunft auch selber aktiver werden können.

Aufruf: Leute aus Darmstadt und Umgebung unterstützt Verena bei ihrem Kampf für die Relegalisierung von Cannabis! Kontakt: veriseipp@gmx.de und info@hanf-initiative.de oder fon: 0160 – 447 12 68

Das Interview führte Sokratis Zacharopou
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