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Bacardi sponsert Junge Union
(Pub. Juli 2004)
Publiziert am: 08.07.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04juli artikel Bacardi sponsert Junge Union

Die Junge Union (JU), Jugendorganisation der CDU, organisierte eine Werbeveranstaltung für Alcopops auf dem Hessentag in Heppenheim. Gesponsert von Bacardi. Dabei wurden die Alkohol-Dealer von Trinker MdL Frank Gotthardt, dem parlamentarischen Geschäftsführer unterstützt.

Bereits vor der Veranstaltung kam es zu einem Schlagabtausch in der Presse. So war im „Südhessen Morgen“ zu lesen, dass die JU sich im Vorfeld gegen das diskutierte Verbot von Alcopops bei diesem Fest aussprach. Gregor Simon, Sprecher der Grünen Jugend Bergstraße: „ Man wird den Gedanken nicht los, dass die Kritik am Verbot aus eigenem Verkaufsinteresse geäußert wurde.“

Dies rief Max Plenert, den drogenpolitischen Sprecher der Grünen Jugend Hessen auf den Plan: „Wer auf der einen Seite eine drogenfreie Gesellschaft predigt und auf der anderen Seite, auf dem Hessentag, ausdrücklich für günstige Getränke werbe, macht sich völlig unglaubwürdig.“

Als bekannt wurde, dass die JU Alcopops für nur 50 Cent teurer als Wasser verkauft, wobei Wasser in 0,2 l-Bechern und der Alkohol in 0,33 l-Flaschen auch an Minderjährige ausgeschenkt wurde, war das „Maß“ voll. Die Jungen Grünen, denen von Seiten der CDU immer wieder vorgeworfen wird, sie machen mit ihrer Forderung nach der Freigabe von Cannabis Werbung für ein gefährliches Produkt, reagierten spontan und organisierten eine Demo und Flugblattaktion vor diesem Stand. Der Bezirksvorsitzende der JU Südhessen, Alexander Bode reagierte gelassen und zeigte zumindest Gesprächsbereitschaft.

Mitten im Spannungsfeld zwischen dem Alcopops-Stand auf der einen und der flugblattverteilenden Grünen Jugend auf der anderen Seite wurde über das Thema diskutiert. Richtig erkannte MdL Frank Gotthardt: „Ich glaube nicht, dass man das Problem durch Steuererhöhung lösen kann. Das wird doch nur getrunken, weil es cool ist. Wenn es teurer wird, ist es nur noch cooler!“ Dass genau aus diesem Grund in Deutschland mehr gekifft wird, als in den Niederlanden, wo Cannabis in Hunderten Coffe Shops frei erhältlich ist, wie Max Plenert bemerkte, leuchtete ihm hingegen nicht ein. So war es nicht weiter verwunderlich, dass er widersprüchlich forderte: „Ich würde mir wünschen, dass Ordnungshüter durch die Kneipen der Stadt ziehen, um den Jugendschutz zu gewährleisten.“ Max Plenert entrüstet: „Das ist keine Forderung nach mehr Jugendschutz, sondern nach noch mehr Repression! Wenn Jugendschutz als Forderung ernst gemeint ist, muss man sich für ein totales Werbeverbot für sämtliche Drogen, den legalen wie illegalen, als präventive Maßnahme einsetzen und eine kontrollierte und legale Abgabe zulassen.“

Man stelle sich das einmal vor: Trupps von Polizeibeamten, die nachts durch die Straßen ziehen um Minderjährige zu verfolgen. Der angeblich christlichen und demokratischen Partei ist das mit solchen Vertretern durchaus zuzutrauen. Wie ausgewogen und sozial verträglich deren Politik im Kleinen wie im Großen sein würde, zeigten auch deren Preise für Alcopops. Die „normalen“ Standbetreiber, die keiner Partei angehörten und nicht von Bacardi gesponsert wurden, konnten bei diesen Preisen nicht mehr mithalten und blieben auf ihren Vorräten sitzen. Wenn Geiz geil ist, warum einen Euro mehr ausgeben?

Und war das schon alles? Nein, denn zu jeder Alkohollimo gab es auch noch einen „Kinopolis“-Kinogutschein dazu. Welcher Jugendliche könnte dazu schon „Nein“ sagen?

Nach der Diskussion outete der parlamentarische Geschäftführer der CDU im Hessischen Landtag auch den Umfang seine Sachkenntnis zum Thema zunächst mit der Frage: „Wie viel Prozent hat das Zeug eigentlich?“, trank einen Schluck und meinte achselzuckend: „Mir schmeckt es nicht!“. CDU? Na dann Prost!


Mangas


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