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Hanfdemo im Regen "Das Wetter kann man nicht planen"
Für die Aktivisten der Hanf Initiative waren die diesjährigen Million Marijuana March- (MMM-)Aktionen in Darmstadt und Frankfurt mehr Kampf gegen das Wetter, als gegen die Prohibition . . .
Publiziert am: 14.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Die „Hanf Initiative Darmstadt“ organisierte mit der „Grünen Hilfe“ und dem „Verein für Drogenpolitik e.V.“ am 1. Mai einen Aufklärungsstand von 10 bis 16 Uhr auf dem Luisenplatz. Trotz strömenden Dauerregens kamen etliche Hanf-Freunde um sich zu informieren und um dem Regen zu entgehen, denn es stand ein sechs Meter langer Pavillon mit Klappstühlen bereit. Der heiße Kaffee und der original schwarz gebrannte Rum aus Jamaika sorgten dennoch für etwas „sonnige“ Atmosphäre.

Die vorbereitete Telefon-Live-Schaltung zum MMM nach Kapstadt in Südafrika musste leider abgesagt werden, weil die südafrikanischen Hanf-Aktivisten um André du Plessis von einem plötzlichen Platzregen überrascht wurden und ihr Equipment diesen „Wasseranschlag“ nicht überlebt hatte. Weitere Infos zum MMM in Kapstadt und Fotos davon im Forum von www.cannabisculture.com.

Ab 19 Uhr wurde mit Infotischen in der Ötinger Villa informiert. Gabriele Gebhardt (ACM), Timo Sprenger (Fibromyalgie-Verband) und Frank Fuchs (Research Experience) referierten über die unterschiedlichen Aspekte von Cannabis als Medizin, seine strafrechtliche Stellung und die Methode des Verdampfens von Cannabis. Die rund 40 Besucher der Veranstaltung bewerteten die Informationen als positiv. Jeder konnte etwas Neues über den Hanf erfahren. Anschließend sorgte „Emka“ mit Kif Hop aus Offenbach für hanfige Stimmung.

 

Nach einer ganzen Woche regnerischen Wetters fand am darauffolgenden Samstag in Frankfurt der eigentliche „March“, eine Demoparade, statt. Am 8. Mai um 16 Uhr versammelten sich trotz der Kälte und des Regens rund 100 Leute auf dem Opernplatz zum „Entspannten Widerstand“. Während Ede Whiteman die Leute mit feinstem Dancehall verwöhnte, wuchs zwischen Hauptwache und Konstabler Wache die Zahl der Demonstranten auf 150 Personen an. Danach wurden es im Dauernieselregen immer weniger . . .

Das Verhältnis zur Polizei war ausgesprochen entspannt. Vor und hinter der Demoparade fuhren jeweils zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei und an der Spitze zwei Motorräder. Das Klima war von Toleranz geprägt, wie sie sonst nur in der Schweiz oder den Niederlanden anzutreffen ist. Natürlich waren auch mehrere Zivicops unterwegs, aber nur um sicher zu stellen, dass nicht gedealt wurde. Es wurden keine Personenkontrollen und andere Schikanen durchgeführt. Das angebliche so liberale Berlin kann sich also diesbezüglich ruhig eine Scheibe vom „schwarzen“ Hessenland abschneiden.

Zwischen den Reden von Ingrid Wunn (Hanf Initiative), Jo Biermanski (Grüne Hilfe), Theo Pütz (Verein für Drogenpolitik), Valentin Batlle (Zeig-Dich), Max Plenert (Grüne Jugend) und Carsten Labudda (PDS) gaben die MCs „Emka“ und „Rone Y.e.“ ihre hanfigen Texte zum Besten. Egal, ob gerade eine Rede oder der Sound der Livacts zu hören waren, die Message, unterschiedlich verpackt und begründet, war die gleiche: Relegalize!

 

Nach der Abschlusskundgebung im Kaisersack um 19 Uhr begann die „Connecta“ im Tanzhaus West mit einem Antirepressions-Workshop. Über 100 Zuschauer wurden von Theo Pütz, Führerscheinexperte vom „Verein für Drogenpolitik e.V.“ und Jo Biermanski, Pressesprecher der „Grünen Hilfe“, über ihre Rechte aufgeklärt. Da aufgrund des Andrangs viele Fragen unbeantwortet blieben, kündigte die Hanf Initiative an, weitere Workshops zu organisieren, um die Konsumenten fit für die nächste Verkehrskontrolle, Hausdurchsuchung und Personenkontrolle zu machen.

Leider mussten auch bei der „Connecta“ Abstriche wegen des Wetters gemacht werden: die geplante Info-Area im „ProGrassive“-Zelt und der Outdoor-Chillout mussten nach drinnen verlegt werden.

Nina Schulz und Wolfgang Sterneck vom „Alice - the drug- and culture-project“ hatten die „Connecta“ konzipiert und organisiert. Ziel war ein Mix aus Politik und Kultur, der sich im Laufe der Nacht zur Party entwickeln sollte. Und das ist den beiden, gemeinsam ihrem Team und allen Beteiligten, auch gelungen. Neben dem bereits genannten Workshop wurden verschiedene Filme gezeigt, es gab eine Lesung vom Underground-Autor Hadayatullah Hübsch und Markus Fleck zeigte den Gästen „live“, wie seine psychedelischen Bilder entstehen. Ab 23 Uhr ging die Party dann richtig los. Im vollen Haus legten DJs wie „Frank N.“, „Maja“, „Stefan Ludley“ und viele, viele weitere, in insgesamt drei Areas auf: Tech House, Psy Trance und Chill. Ein Höhepunkt der Party war der CD-Release von Liveact Lava303 mit Acid-Rock’n’Roll. Und wie es sich für eine Party gehört, wurde bis zum Vormittag gefeiert. Um 14 Uhr schlossen sich die Türen der Connecta wieder.

 

Trotz des widrigen Wetters war die Hanf Initiative mit der Beteiligung an der Demo zufrieden. Ingrid Wunn: „Immerhin konnten rund 150 Demonstranten trotz des Regens mobilisiert werden. Das Wetter kann man nicht planen!“ Deshalb wird sicherheitshalber im kommenden Jahr eine reine Indoorveranstaltung zum MMM organisiert. Termin ist Samstag der 07.05.2005. Geplant sind unter anderem Video-Liveschaltungen zu den MMMs arround the world. Eine weitere Demoparade ist bereits im Planungsstadium. Als Termin wird der hochsommerliche Samstag am 16.07.2005 anvisiert.

Wir drücken allen Beteiligten ganz fest die Daumen, dass die nächste Demo von Sonnenschein und mindestens so entspannten Polizisten wie in diesem Jahr begleitet wird.

 

Infos: www.hanf-initiative.de; www.gruene-hilfe.de; www.drogenpolitik.org

 


Mangas


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