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Brettspiele
(Pub. Hanfparade 2004)
Publiziert am: 08.07.04 - Medienformen: Medienform Text

 
hanfjournal hanfparade Sa 04 Die artikel Breitspiele


Goa kommt nicht nur aus dem Kopfhörer oder ist ein zu Indien gehörendes ehemals portugiesisches Kolonialgebiet, was seit den 1960ger Jahren von den Hippies heimgesucht wird sondern auch ein ganz neues Spiel aus dem Hans im Glück Verlag. Ebenfalls in diesem Jahr hat Schmidt-Spiele „Oase“ auf den Markt geworfen und Ravensburger „Engel & Bengel“. „Goa“ ist ein knallhartes Strategiespiel, in „Oase“ geht es um Angebot und Nachfrage und bei „Engel & Bengel“ gewinnt der mit dem größten Würfelglück.


„Goa“

Als portugiesische Kaufleute des 16. Jahrhunderts versuchen 2 bis 4 Spieler ihren Gewürzhandel zu perfektionieren. Dabei gilt es immer genug Geld zu haben, um die anderen überbieten zu können, gleichzeitig aber auch die eigene Gesellschaft weiter zu entwickeln. Wer gewinnt, wird nach zwei Spielabschnitten (A und B) ά 4 Runden ermittelt, in denen Versteigerungsmarker gesetzt, Plättchen versteigert und Aktionen durchgeführt werden. Jeder Spieler erhält ein Tableau Lager und Entwicklung, auf dem Spielplan sind Bank und diverse Karten wie Kolonisten und Schiffe und (Spiel-) Plättchen.

In vorgegebener Reihenfolge legen die Mitspieler Versteigerungsmarker auf die Plättchen (als da wären: Plantagen, zusätzliche Siegpunkte, Schiffe, Kolonisten, Aktionen, Expeditionen, Dukaten oder Gewürze), die anschließend versteigert werden. Ist dieses Prozedere abgeschlossen, beginnen die Aktionsrunden. Dreimal darf jeder Spieler eine der folgenden Aktion durchführen: Schiffe bauen, Gewürze ernten, Steuern eintreiben, Expeditionskarten ziehen oder Kolonien gründen. Um die Aktion Fortschritt auf dem Entwicklungstableau durchführen zu können braucht es Schiffe und Gewürze, umso mehr je weiter man nach oben will. Gewürze erntet man auf den entsprechenden Gewürzplättchen oder in Kolonien, die mit Kolonisten gegründet werden. Zug für Zug die gleichen Fragen: Für welche Aktion entscheide ich mich? Was will ich in dieser Runde überhaupt machen? Wo entwickle ich mich zuerst weiter? Nach vier Runden ist Spielabschnitt A vorbei und auf dem Spielplan werden die Plättchen B ausgelegt und es geht weiter wie gehabt. Am Schluss gibt es Siegpunkte (SP) für die Positionen auf den Entwicklungstableaus (maximal 10 SP pro Marker), für Kolonien (maximal 4 SP), 3 SP für den Spieler mit dem meisten Geld, SP für die bestimmte Plantagen und zusätzliche SP durch ersteigerte Plättchen und Expeditionskarten.

Goa ist ein Spiel bei dem man alles haben will, aber nicht haben kann und sich deshalb ständig neu entscheiden muss. Wichtig sind vor allem die sehr seltenen Zusatzaktionen, bringen sie doch oft genug den entscheidenden Spielvorteil. Und schon frühzeitig sollte man sich entscheiden, in welchen Bereichen will ich mich zuerst entwickeln und welche Gewürze brauche ich dafür, um dann die entsprechenden Gewürzplantagen zu ersteigern..... Goa ist kurzweilig, spannend und strategisch anspruchsvoll.


„Oase“

Beim Öffnen des Kartons sind es die 100 Holzkamele, die ins Auge fallen, dazu kommen Karten, Spielfiguren, Landschafts-, Wertungs- und Rangplättchen. Zu Beginn des Spiels erhält jeder 5 Karten (Angebot), die er ungesehen und verdeckt als Stapel vor sich hinlegt, außerdem werden die Rangplättchen ebenfalls ungesehen verteilt.
Rangplättchen 1 (der Adlige) beginnt, deckt maximal die drei obersten Karten seines Stapels auf, gefolgt von den anderen Spielern. Das Angebot dient dazu, selbst ein möglichst lukratives zu bekommen und bestimmt die Reihenfolge für die nächste Runde. Das geschieht folgendermaßen: Der Adlige darf sich als erster ein Angebot nehmen und gibt dafür sein Rangplättchen an den Bieter (er ist der Adlige der nächsten Runde). Jetzt kann der Adlige die ersteigerten Karten auspielen, als da wären: Kamele auf den Spielplan (Kamelpfad) bringen, oder den Spielplan mit Oasen, Steppen und Steinwüsten in Form von Landschaftsplättchen zu bebauen, um ein möglichst großes eigenes zusammenhängendes Gebiet zu bekommen. Oder Waren und Wertungsplättchen sammeln. Dann ist der nächste dran usw. usw. Das Spiel endet, sobald entweder der Kamelpfad mit Kamelen vollgestellt ist oder aber ein Stapel der Landschaftsplättchen verbaut ist. Dann heißt es Punkte zählen und zwar pro eigenes Landschaftsplättchen gibt es einen Punkt, multipliziert mit der Anzahl an Wertungsplättchen.
Kein Strategie- eher ein Glücksspiel, mit einer Portion Taktik. Für alle, die gerne die Nummer 1 sind. Kann sich der Adlige doch immer das beste Angebot aussuchen.


„Engel und Bengel“

Bis zu 6 Spieler können ihr Glück bei diesem Würfelspiel auf die Probe stellen. Und würfeln, was das Zeug hält. Wer zuerst eine bestimmte Anzahl von Punkten erreicht, gewinnt.
In einem etwas überdimensionierten Karton befinden sich 30 Würfel ein paar Spieltafeln, Punktechips und ein Würfelbecher. Eine Spieltafel in die Mitte gelegt, alle Würfel gleichmäßig an die Mitspieler verteilen und dann geht’s los: Würfeln, mindestens einen passenden Würfel auf der Spieltafel platzieren und dann entweder weiter würfeln oder aufhören, dann ist der nächste dran? Alles klar, ne, oder. Also, es geht darum, die auf der Spieltafel in sechs Reihen vorgegebenen Augen zu würfeln und die Würfel auf der Spieltafel platzieren, sobald dort eine Reihe voll ist, kriegt der den letzten Würfel gelegt hat, die entsprechenden Punktechips. Aber nicht immer, denn in einigen Reihen verliert man Punktechips. Und da kommt ein wenig aber wirklich nur ein wenig Taktik ins Spiel. Denn wer würfelt, muss mindestens einen Würfel auf die Spieltafel legen. Engel und Bengel ist wahrlich kein anspruchsvolles Spiel, sondern nur was für echte Glücksspiel- und Würfelfans, vor allem bei dem Preis.


Goa
Autor: Rüdiger Dorn
Verlag: Hans im Glück
Spieler: 2-4
Alter: 12+
Dauer: ca. 90 Minuten
Kosten: um die 35 Euro

Oase
Autor: Alan R. Moon und Aaron Weissblum
Verlag: Schmidt Spiele
Spieler: 3-5
Alter: 10+
Dauer: 45 bis 60 Minuten
Kosten: um die 30 Euro

Engel & Bengel
Verlag: Schmidt Spiele
Spieler: 2-6
Alter: 8+
Dauer: je nach dem
Kosten: um die 20 Euro









Kerstin Koch


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