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Prügel für russische HanfaktivistInnen
Million Marihuana March nicht nur in Russland unerwünscht
Publiziert am: 14.05.08 - Medienformen: Medienform Text


Nicht nur Schwule, Lesben oder politisch anders denkende Minderheiten haben es in Russland schwer, ihre Meinung öffentlich kundzutun. Die Teilnehmer des WWMM, einer Pro-Hanf Demonstration, die weltweit am gleichen Tag stattfindet, wurden am 3. Mai diesen Jahres regelrecht durch die Moskau gejagt, einige wurden verprügelt und festgenommen.

Organisator der Hatz war die Föderale Drogenkontrollbehörde FSDC (eine Institution ähnlich der US-Amerikanischen Drug Enforcement Agency DEA), die kurz zuvor das Anliegen der DemonstrationteilnemerInnen wie folgt bewertete:

"Die Legalisierung von Cannabis als Droge ist steht außer Frage. Dieses Thema muss überhaupt nicht diskutiert werden. Solche Aktionen sind die größten Brüche des Friedens und Hooliganismus. Das sind schlimme Auswüchse, auf welche die Behörde der inneren Sicherheit und Psychiater reagieren sollten.“

Genau, wegsperren sollte man das Pack. Wie damals, als noch alles besser war.

Polizisten der OMON (bekannt aus zahlreichen TV Übertragungen aus Tschetschenien oder vom CristopherStreetDay) waren dann wohl auch mit der „Betreuung“ des Demonstrationszuges betraut. Die Betreuung bestand im Prinzip daraus, möglichst viele TeilnehmerInnen festzunehmen, zu verhauen und anschließend zu verhören. Alle wurden ohne Anklage nach ungefähr zwei Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt. Offiziell hieß es, der Föderale Drogenkontrolldienst wolle nur mit den DemonstrantInnen reden, um über die Risiken der Legalisierungsaktivitäten sowie von Drogen im Allgemeinen, zu informieren.

Doch nicht nur in Russland werden undemokratische Methoden gegen HanfaktivistInnen angewendet, auch aus Belgien und Brasilien erreichten uns Meldungen, die das hohe demokratische Gut der freien Meinungsäußerung in Frage stellen:

In Antwerpen wurden vier Mitglieder von "Trekt Uw Plant" (Zieh deine Pflanze auf, Anm. d. Red.), mit der Begründung sie hätten Samen eingepflanzt, festgenommen. In Brasilien wurde der WWMM in sechs von zehn Städten, in denen die Demonstration angemeldet war, verboten.

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