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Anthony B. - The Real Revolutionary
Reggae-Special
Publiziert am: 01.10.08 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 08oktober artikel anthony b

Berlin (29.10.), Hamburg (30.10), München (31.10), Stuttgart (01.11) und Dortmund (02.11)

Geboren wurde Keith Anthony Blair 1976 in Clarks Town, Trelawny, einer ländlichen Gegend von Jamaika. Er wuchs in einer stark religiösen Familie auf, wodurch er schon als Kind anfing, in der Kirche zu singen. Zu dieser Zeit ist Anthony stark von der Musik von Bob Marley, Peter Tosh und Bunny Wailer geprägt, was sicherlich auch dazu beitrug, dass er sich als Teenager zum Glauben der Rastafari bekennt. Seine streng christliche Familie ist davon wenig begeistert, doch Anthony B. weigert sich seine Dreadlocks und seinen neuen Glauben aufzugeben. Er zieht nach Portmore zu seiner Tante und feilt dort an seinen Skills zusammen mit anderer talentierten Sängern und DJs, wie Mega Banton, Ricky General oder Terror Fabulous.
1991 gewinnt der junge Artist einen Talentwettbewerb. Sein Preis ist ein Auftritt auf dem Sunsplash-Fetival, welches heute weit über die Grenzen Jamaikas hinaus berühmt ist. Im Jahr darauf geht er nach Kingston, um dort weiter an seiner Karriere als Sänger und DJ zu arbeiten. Dies tut er mit Erfolg. Zwei Jahre später erscheint sein Single-Debüt „The Living is Hard“ mit den Anthony B‘s Erfolgsgeschichte beginnt. Sein DebütAlbum „So Many Things“ (1996) schlägt in den USA und in Großbritannien auf Anhieb ein. 1997 ist seine Single „Nah Vote Again“ auch mit verantwortlich dafür, dass die Wahlen in diesem Jahr so friedlich ablaufen, wie seit 30 Jahren nicht mehr.
Zu dieser Zeit, als „Slack“-Songs über Frauen in Mode kommen, folgt Anthony B. nicht diesem Trend sondern bleibt seinem spirituellen Bewusstsein und seiner sozialen Überzeugung treu. Seine Texte sind politisch und sozialkritisch, denn der selbst ernannte „Real Revolutionary“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Armen und Unterdrückten eine Stimme zu geben.
Wegen seiner scharfen und kritischen Texte geriet der Rastaman schon mehrfach unter Kritik. 1996 weigerten sich viele Radiosender seine Hitsingle „Fire Pon Rome“ zu spielen, auf Grund seiner harten Kritik am Papst. 2001 musste sich Anthony B. sogar vor Gericht verantworten, als er metaphorisch den Feuertod des jamaikanischen Premierministers forderte.
Während seiner Laufbahn arbeitet Antohny B. mit Künstlern, wie Wyclef Jean, Snoop Dogg, R. Kelly und Akon zusammen, was ihn weit über die Reggae-Szene hinaus bekannt macht.
Im Jahr 2002 nimmt er zusammen mit dem Berliner Reggae-Kollektiv Seeed den Tune „Waterpumpee“ auf, einer Adaption seines Songs „Waan Back“, der bereits 1997 erschien. Insgesamt hat Anthony B. an die 30 Alben und unzählige Singles veröffentlicht.
2008 spielte er auf keinem großen Festival in Deutschland. Dafür besucht uns der Sänger diesen Herbst während seiner „The Real Revolutionary“-Tour. Das Auftaktkonzert ist in Berlin am 29.10. Danach folgen Hamburg (30.10), München (31.10), Stuttgart (01.11) und Dortmund (02.11).
Auf dieser Tour will Anthony B. unter anderem sein neuestes Album „Life Over Dead“ promoten, welches ausschließlich im Internet als Download erhältlich ist. Anthony B. ist damit einer der ersten jamaikanischen Künstler, die diesen Vertriebsweg wählen.
Mehr unter www.reggaeinberlin.de


Berlin +++++++++++++++++++++++++++
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