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Was ist A p p i k a l d o m i n a n z?
Ein kurzer Ausflug zum besseren Verständnis: Warum bringen SCROG und Supercrop so gleichmäßige Blüten hervor?
Publiziert am: 10.03.09 - Medienformen: Medienform Text


Appikaldominanz bedeutet, dass bei einer Pflanze die Ausbildung der Seitentriebe durch den Haupttriebt gehemmt wird. Das liegt an der Aktivität des primären Sprossapikalmeristems (SAM), das für die Bildung des Hauptriebs, also der Spitze, verantwortlich ist.

Seitentriebe, also sekundäre, sprich „unwichtigere” Äste, wachsen aus sekundär angelegten Blattbildungsgewebe, deren Auswachsen dann durch die primäre Sprossspitze unterdrückt wird. Das geschieht durch die Produktion des Hormons Auxin in der Pflanzenspitze, das dann im unteren Teil der Pflanze die Seitentriebentwicklung unterdrückt. Nach der Entfernung der Spitze entfällt die Auxinquelle und Seitentriebe beginnen auszuwachsen, so wie beim Scroggen oder dem Supercropping. Das Beschneiden der Spitze stresst die Pflanze jedoch sehr, weil der gesamte Hormonhaushalt umgestellt werden muss. Um Ertragseinbußen zu vermeiden, sollten Spitzen nie in der Blütephase beschnitten werden. Bei Kultivierungsmethoden wie der Sea of Green ist die Appikaldominanz sogar erwünscht, deshalb sollte man sich immer genau wissen, was beim Beschneiden von Pflanzen passiert und ob die Kultivierungsmethode ein Stutzen auch wirklich erfordert. Wird eine mit Auxin versetzte Nährlösung verabreicht, unterbleibt das Auswachsen der Seitentriebe komplett.

Text: glutman& KIMO
Übersetzung: KIMO