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Kein Cannabis für Epilepsie-Patienten in Deutschland
In den USA wird Cannabis zur Epilepsie-Behandlung in Ausnahmefällen sogar bei Kindern verschrieben
Publiziert am: 29.05.12 - Medienformen: Medienform Text

Kaum zu bekommen: Medizinal-Hanfblüten bei Epilepsie



Dass Cannabis die Symptome bei Epilepsie verringert, wissen auch die anerkannteten Epilepsie-Forscher der Universitätsklinik in Freiburg. Nicht nur zahlreiche Betroffene beklagen, dass, trotz eindeutiger Sachlage, Cannabispräperate immer noch nicht gegen Epilepsie verschrieben werden können. Einzig und allein der "Off-Label-Use", der wiederum vom Patienten selbst finanziert werden muss, ist in Ausnahmefällen zulässig. Wie unsere Redaktion aus Erfahrungsberichten jedoch weiß, ist es gerade bei der Diagnose "Epilepsie" nicht einfach, einen Arzt zu finden, der den Patienten wenigstens die Therapie auf eigene Kosten ermöglicht.

In den USA hingegen ist Cannabis bei Epilespsie ein weit verbreitetes Medikament, vor allen Dingen die CBD-lastigen Sorten helfen Epileptikern so gut, dass der Staat Oregon in Ausnahmefällen Cannabisrezepte an Epilepsie erkrankte Kinder erteilt, da die Anfallshäufigkeit extrem nachlässt.
Das Kindling Modell geht sogar davon aus, dass Cannabinoide bei früher Gabe auch einen Schutz vor der Entwicklung von Epilepsien darstellt.

Nichtsdestotrotz bleibt in Deutschland Cannabis für Epilepsie-Patienten ein schwer zu erhaltendes Medikament, egal in welcher der drei zur Zeit eingeschränkt verschreibungsfähigen Formen, die entweder "Dronabinol", "Sativex" oder "Ausnahmegenehmigung zum Medizinaklblüten-Import aus den Niederlanden" heißen.