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Selbstversorger bleiben kriminell
Cannabispatient verliert Musterprozess
Publiziert am: 11.12.12 - Medienformen: Medienform Text

Am Tropf der Pharma Lobby: Cannabis-Patienten in Deutschland


Der Fall des an MS erkrankten Michael F. aus Mannheim beschäftigt die Gerichte schon seit über einer Dekade. Den jüngsten Prozess, in dem er eine Genehmigung zum Eigenanbau seiner Medizin erstreiten wollte, hat der 48-Jährige vergangenen Freitag in zweiter Instanz verloren. Das Verfahren hatte eine überraschende Wende genommen, nachdem die AOK sich plötzlich und nach Jahren der Weigerung bereit erklärte, die Kosten für Dronabinol zu übernehmen.
Die fehlende Bereitschaft zur Kostenübernahme seitens der AOK war jedoch der eigentliche Grund, weshalb Herr F. sein Cannabis selbst anbauen musste. Der plötzliche Sinneswandel der Krankenkasse reichte dem Gericht aus, den Antrag abzulehnen.
Für andere Patienten, denen es ebenso geht wie Herrn F. oder die natürliches Cannabis besser vertragen, bedeutet dies Urteil, dass sie in naher Zukunft keine Chance haben, sich ihre Medizin legal zu besorgen, weil die Krankenkassen die Kostenübernahme besonders bei Schmerzpatienten weiterhin ablehnen.