wirtschaft
Hanf Journal on Tour
Bullet – India Feeling
(Pub. August 2003)
Publiziert am: 03.08.03 - Medienformen:
Scribblez Skatetour 2005


Auch dieses Mal wollen wir euch wieder mitnehmen auf unsere „hanf tour“ durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dieses mal besuchten wir den größten Pharmaphrenaliaproduzenten in Deutschland: Bullet.

Es war einer jener heißen Tage, die im Auto fast unerträglich werden. Und daher ist es auch gar kein Wunder, dass wir zuerst ein falsches Ziel ansteuerten. Anstelle zu ihrer neuen Zentrale zu fahren, landeten wir tatsächlich bei der alten. Doch dies tat uns keinen Abbruch und so schafften wir es doch noch mit vollstem Erkundungseifer das Hauptquartier des größten Bonghändlers in Deutschland zu erreichen: Bullet.
Man merkte, dass hier alles sehr neu war. Früher war es einmal eine Volkswagen-Niederlassung, jetzt ist es ein Kiffertempel. Als wir die Showräume betraten wurden wir sofort von Brigitte Braun, der Netzwerkadministratorin und Christine Nehring vom Verkauf herzlichst begrüßt. Der leider doch etwas heiße (Lüftung funktionierte noch nicht) Showraum war vollgestopft mit Kifferuntensillen. Bongs, Pfeifen, Feuerzeugen, Chillums und vielem vielem mehr, was das Kifferherz begehrt.
Auch der Inhaber der Bullet-Kompanie Herr Singh und Frau Bhatti stießen später zu uns und erzählten von ihrer königlichen Abstammung und von den Glasbläserwerken in Indien. Über 1.200 Menschen arbeiten in der Freihandelszone in Neu-Delhi für die Firma Bullet, die neben Bongs auch noch Gothic-Outfit in Europa vertreibt.
Zu den immer wieder auftauchenden Gerüchten der Kinderarbeit bei Bullet-Produkten machte Herr Bhatti klar, dass dies nicht möglich sei. In die Freihandelszone dürfen nur die Angestellten, keine Kinder. Unterm Strich kann man auch nach Recherchen des „Hanf Journal“ sagen, dass alle Anschuldigungen von dieser Seite unbegründet sind.
Bullet ist wahrlich eine etwas andere Kiffer-Firma, da sie groß, günstig und eben anders ist. Sie ähnelt eher jedem anderen mittelständischen Unternehmen als einer Bong-Fabrik, zeigt aber dennoch Herz und Charme. Die Menschen, die bei Bullet arbeiten, haben vielleicht Kinder die kiffen, aber das schadet ja auch nicht, da bekommt man die Weihnachtsgeschenke gleich mit Rabatt.


Werner Graf