wirtschaft
ENTHEOGENE BLÄTTER... erweitern das Bewußtsein
Freie Forschung an wirksamen Pflanzen und Substanzen
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen:


Seit Juni 2002 existiert die Nachfolge-Zeitschrift des von Bert Marco Schuldes in den Neunzigern herausgegebenen Szene-Forums Entheogene. Initiator, Herausgeber und Verleger Hartwin Rohde kooperiert mit den Machern der amerikanischen Schwesterzeitschrift The Entheogen Review und zieht mit Feingefühl für Relevanz und Optik geschickt, aber oft auch gestresst, die Fäden hinter den Kulissen. Nach sechs Ausgaben wird es Zeit für eine historische Betrachtung, ein kleines Resumée – ein wirkliches Fazit kann nach einem halben Jahr noch nicht gezogen werden – und einige Aussichten für die Zukunft.

Das Psychonauten-Blatt The Entheogen Review wurde 1992 vom Amerikaner Jim DeKorne erdacht und in Eigenregie produziert. Bert Marco Schuldes griff die Idee 1994 begeistert auf und verlegte auf eigene Kosten und in rustikaler Aufmachung das deutschsprachige Pendant Entheogene, welches zuerst ausschließlich Übersetzungen des US-amerikanischen Originals beinhaltete, aufgrund einer höchst interessierten Leserschaft aber bald auch von mannigfaltigen Zuschriften aus dem Inland lebte. Dieses Blatt fungierte in kopierter und per Hand gefalzter Form für insgesamt nur sechs Ausgaben in der psychedelischen Bewegung als interaktives Forum, in welchem Fragen gestellt, erörtert und beantwortet wurden, die sonst in keinem Medium des Marktes auffindbar gewesen sind. Das Internet war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ein solcher Informationspool, wie es das heute ist. Die sechste und letzte Augabe der Entheogene erschien im Herbst 1996.
Im Winter 1997 stellte Jim DeKorne die Produktion der Entheogen Review aus persönlichen Gründen vorläufig ein und übergab das Heft den beiden neuen Herausgebern David Aardvark und K. Trout. Anfang 1998 erschien das Journal erstmals unter deren Leitung und in neuem Gewand.

Seit dem 20. Juni 2002 wird in Absprache mit Bert Marco Schuldes das offizielle Nachfolge-Journal Entheogene Blätter von Hartwin Rohde/Berlin unter dem Label seines Verlages maiLab produziert.
Nährte Rohde seine Zeitschrift anfangs hauptsächlich mit Übersetzungen des amerikanischen Vorbildes, so kann er nach nur vier Ausgaben bereits auf die Unterstützung einiger deutschsprachiger Autoren (Jochen Gartz, Wolfgang Bauer, Jörg Happe, Konrad Lauten, Bastian Borschke, Markus Berger ...) und Verleger bzw. Unternehmer (Werner Pieper, Nachtschatten Verlag, Elixier/ Sensatonics, Treibhaus ...) zurückgreifen. Die seit Ausgabe 4 gepflegte Partnerschaft zum Hanf Journal und zum Marijuana Magazin grow! eröffnet dem Netzwerk-orientierten Psychonautenforum gänzlich neue Wege innerhalb der entheogenen Aufklärung und lässt es einmal mehr zum anwender-freundlichen, konkurrenzfreien Medium geraten. Das ‚Journal der freien Forschung an wirksamen Pflanzen und Substanzen’ liefert eine thematische Bandbreite, welche sich an wissenschaftlich- (ethno-) medizinischen, zum großen Teil aber auch an hedonistischen Fragestellungen orientiert. Titelthemen bisher: Pflanzen im Frühjahr (1/02), Psilocin als Medizin (2/02), Verarbeitung – Methoden, Hintergründe (3/02), Amanita muscaria (4/02), Absinth (5/02) und Psychoaktive Gewürze (6/02).
Entheogene Blätter benötigt weiterhin dringend Abonnenten. Die Website www.hanf.entheogene.de informiert weiterführend über Abo-Modalitäten, Allgemeines und Aktuelles. Über Zuschriften aus dem Leser-Netzwerk freut sich der Herausgeber grundsätzlich. Open your mind.

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Entheogene Blätter
Monatliche Erscheinungsweise; Abo: 15 bis 60 € über maiLab-Verlag, Hartwin Rohde, Danziger Straße 84, 10405 Berlin, E-Mail: info@entheogene.de, Internet: http://hanf.entheogene.de/ 
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Markus Berger