wirtschaft
CannaBusiness 2002 – Hanf soll Lifestyle werden
Hanf ist Lifestyle! Das sagen zumindest die Organisatoren der diesjährigen CannaBusiness in Castrop-Rauxel. Wer dies nicht glaubt, hätte einmal bei der Messe vorbeisehen sollen. Denn genau diese bewies einmal wieder aufs neue, dass Hanf tatsächlich ein anderes Lebensgefühl ist. Über 100 Firmen aus dem Hanfsektor. Sei es Kleidung, Getränke, Bongs, Growing oder Medien. Von jedem etwas.
Publiziert am: 08.10.02 - Medienformen:


Etwas Erfreuliches vorweg. Immer mehr ausländische Firmen wollen sich in Deutschland präsentieren. Und so hat auch die Messe an Internationalität gewonnen. Aus über 16 Ländern konnten Aussteller gewonnen werden. Durch die Verlängerung auf zwei Fachbesuchertage hatten diese folglich auch genug Zeit miteinander ins Geschäft zu kommen.

Auch für die Besucher war die CannaBusiness 2002 sicherlich ein prägendes Erlebnis. Denn wann hat man schon einmal die Möglichkeit, die neusten Growtips, sich dirket vom Hersteller erklären zu lassen. Wann hat man schon die Möglichkeit über 5.000 Wasserpfeifen – in den ausgefallensten Variationen – zu bestaunen. Und wann kommt dann noch die Möglichkeit dazu die „Promis“ der Kifferszene auch noch zu treffen? Nicht wirklich oft! Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die CannaBusiness auch dieses Jahr zu einem der Treffen der Hanfszene wurde.

Mit dem Preis des Hanf Magazins wurde dieses Jahr Kim (www.kimwillkiffen.de) ausgezeichnet. „Als die Organisatoren mir mitteilten, dass ich den Preis gewonnen habe, konnte ich es fast nicht glauben!“ kommentierte Kim ihren Gewinn mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen. Kim bekamm den Pokal, der von der Firma Roor gesponsert wurde, wegen ihres Engagements für die Legalisierung.

Natürlich wurde nicht nur Kim geehrt. Die A.H.EU (mehr zu A.H.EU siehe Seite 8) veranstaltete einen Produkaward. Unter anderem konnten dabei Hemp Valley Beer im Bereich der Hanfprodukte und Growtec mit ihrem „Monkey“ im Bereich der Treibhaustechnik gewinnen. Im Medien Bereich schnitten die Postkarten von Bope (www.bope.de) am besten ab und den Produktpreis des Jahres 2002 im Bereich des Rauchzubehörs gewann der tragbare Vaporizer Vapir von air2.

Im Großen und Ganzen war die Messe ein Erfolg. Doch warum die Messe immer noch in Castrop-Rauxel stattfindet stößt viele auf. Die Stadt ist eher minder attraktiv und bietet nicht den Anreiz Besucher aus ganz Deutschland zu locken. Das Essen, welches in der Halle verkauft wurde war ebenfalls nicht gerade ein Hit und die Preisverleihungen, die Durchsagen und andere unterhaltsamen Einalgen, wie Glasbläserei und Bodypainting, gingen dank der schlechten Lage der Bühne einfach unter. Auch die Tatsache, dass die Organisatoren so gut wie nur vom Nutzhanf sprachen, stieß vielen auf. Die Organisatoren begründeten dies damit, da Ihrer Ansicht nach, der Nutzhanfbereich im Gegensatz zur Treibhaustechnik und dem Rauchzubehör mehr Innovationen biete.

Doch der Besucher konnte sich davon überzeugen, dass sich auch im Bereich Growing und Paraphanailia was getan hat. Das Hanf Journal stellt euch deshalb auf den nächsten Seiten, eine Auswahl der neusten Produkte auf dem Markt vor. Vielleicht ist ja was für euch dabei.
Werner Graf